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Süß-Kirsche

(Prunus avium)

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5 — 25 m indigen LC
Blüten
Synonym: Cerasus avium. Makrophanerophyt, coll-um. Die Laubblätter sind etwas runzelig und unterseits ganz locker behaart. Die Laubblattstiele weisen an der Blattbasis beiderseits je 1 rote Warze auf. Die Warze ist bereits bei jungen Blättern zu sehen. Die Laubblätter sind in der Knospenlage zusammengefaltet. Das kann man bei frisch ausgetriebenen Blättern noch erkennen. In der Zwetschken-Verwandtschaft sieht man hingegen eingerollte Blätter. Der Blütenstand ist eine sitzende Dolde mit 2-3 Einzelblüten. Zur Blütezeit sind die Kelchblätter zurückgeschlagen. Es gibt einige Sorten der kultivierten Kirsche, diverse Sippen von Herzkirschen und Knorpelkirschen (Lit). Das Obstbaugebiet um Scharten liefert Kirschen einer hervorragenden Qualität. Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüten
 
 
junge Blätter
 
 
junge Blätter
Aufnahmen: 04.04.2022 Marchtrenk
 
Prunus avium
 
 
Früchte
Aufnahmen der Kultur-Kirsche: 28.05.2016 Šmartno
 
fruchtender Baum
 
 
Stamm
18.06.2016 Purbach
 
blühender Baum
 
 
Blüten
23.04.2005 Pucking
 
Prunus avium
Altes Exemplar in der Traunau.
 
Ringelborke
Die typische Ringelborke. Aufnahmen: 30.07.2007 Traunau bei Pucking.

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1483. P. avium L. (Cerasus av. Moench. Süsse Kirsche. — Vogelkirsche. Wilder Kerschbaum.)
Baum, bis 40' hoch. Stamm dick, meist gerade mit graubrauner, lederartiger Rinde. Aeste aufrecht abstehend oder aufsteigend. Blätter elliptisch oder länglich-verkehrteiförmiggesägt, zugespitzt, etwas runzelig, besonders in der Jugend unterseits weichhaarig, grasgrün, gestielt. Blattstiele unter der Blattbasis 2drüsig. Blüthen gebüschelt oder doldiggehäuft. Schuppen der Blüthenknospen blattlos. Kronen weiss Staubknoten dunkelgelb. Steinfrüchte kahl, unbereift, überhängend, süss, die der wilden Pflanze bittersüss, klein (erbsengross), schwarz oder schwarzroth. Steinschale kugelförmig, der Same Blausäure enthaltend. Die Cultur erzielt grössere, reinsüsse, hellrothe oder schwarze, gescheckte oder gelbe Steinfrüchte, die bei den Vogelkirschen eikugelig und weich, bei den Herz- oder Pfelzkirschen herzkugelig und weich, bei den Krammelkirschen herzkugelig und hart sind. Ausser diesen jedoch seltener sind die fast durchscheinenden weichen kugeligen Glaskirschen. Die Früchte sowohl frisch als gedörrt ein vortreffliches Obst und angenehme Krankenspeise; aus jenen der schwarzen kleinen Spielart wird, z. B. im Stoderthale der bekannte Kirschbranntwein und aus den Steinkernen das officinelle blausäurehältige Kirschenwasser bereitet. Das harte, röthlichgelbe Holz wird besonders zu Einrichtungsstücken verarbeitet.
April — Mai


Wirklich wild in Wäldern, an Waldsäumen sowohl über Kalk als Gneiss und Granit, im Mühlkreise noch in einer Höhe von 2800' reifend, z. B. um Kirchschlag, Zwettl, Hellmonsödt u. s. w. Im ganzen Gebiete in Gärten und an Wegen gepflanzt und häufig verwildert."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 237), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 20.07.2026

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